Der Grund, warum manche Unternehmenskulturen funktionieren

Wenn  in Ihrem Unternehmen alles bestens läuft, können Sie sich den restlichen Text sparen. Dann machen Sie alles richtig.

Doch wenn Sie folgende Probleme selbst kennen – oder nur eins davon, dann erfahren Sie hier, woran das liegt.

  1. Sie merken Unlust, sich mit Ihrem Unternehmen zu befassen.
  2. Die Produktivität lässt nach.
  3. Die Kunden gehen zur Konkurrenz.
  4. Mitarbeiter fehlen häufig, melden sich krank.
  5. Konflikte häufen sich.
  6. Ideen und erst recht die Umsetzung laufen gen Null.
  7. Ganz schlimm: Mobbing gegen Mitarbeiter, Kunden, Zulieferer.

Solche Schwierigkeiten entstehen schleichend. In Einzelunternehmen genauso wie in Unternehmen mit vielen Beschäftigten.

Warum das Bauchgefühl „nein“ oder „ja“ sagt

Die Unternehmenskultur wirkt in drei Ebenen. Wenn diese zusammenspielen, macht die Arbeit Spaß und als Kunde fühlt man sich wohl. Wie neulich bei unserem Lieblingsitaliener.

Nicht so zuvor bei meinem Zahnarzt. Denn der versuchte hartnäckig, mir kostenpflichtige Zusatzleistungen zu verkaufen, stellte sie gar als alternativlos hin. Ich wollte diese Leistungen nicht, und Druck mag ich schon gar nicht. Ich erklärte, null Resonanz, kein einlenkendes Angebot. Das Vertrauen war weg. Zu diesem Zahnarzt würde ich nicht mehr gehen. Verärgert kam ich zu Hause an.

Da hatte mein Mann die besänftigende Idee: „Lass uns zu Matteo gehen, etwas Gutes essen, leckeren Wein trinken und entspannen. Heute kannst du eh nichts ändern.“ Ich stimmte sofort zu. Denn bei Matteo verfliegen Probleme im Nu.

Wie die Unternehmenskultur verkaufen hilft

Denken Sie einmal an Ihr Lieblingsrestaurant. Was gefällt Ihnen dort?

  • Die Art, wie Sie bedient werden?
  • Die vielen zufriedenen Gäste?
  • Der Geruch, die Farben, die Zubereitung der Speisen, die Weine?
  • Das Miteinander des Personals?
  • Oder dass der Koch sogar die Gäste begrüßt?

Bei Matteo gibt es das alles. Als wir kommen, steht er in der Tür, als habe er uns erwartet. „Buona sera, Dottore, buona sera, Signora“ und führt uns zu unserem Stammplatz. Es duftet nach geröstetem Salbei, Knoblauch, Basilikum und sonnengereiften Tomaten. Einige Gäste gucken zufrieden lächelnd herüber.

Sofort steht ein Schälchen Oliven, Wasser und ein Viertel vom guten Hauswein vor uns. „Ihr esst Fisch“, informiert Matteo herzlich knapp, „ist heute gekommen, ganz frisch“. Und erläutert die köstlichen Details der Zubereitung.

Genauso selbstverständlich kümmert sich Pietro um uns. Er bringt den Salat und später die Dorade, mit Kräutern gefüllt. „Wildfang“ sagt er, „schmeckt als einziges“ und filetiert sie gekonnt, legt mit anmutigem Schwung die Bäckchen auf die Teller.

Behaglich schwatzen und speisen wir, der Zahnarzt ist vergessen, die Zeit auch.

Es ist Mitternacht, als der Koch Filippo zu uns kommt und grinsend eine staubige Flasche Wein hinter seinem Rücken vorholt. „Stoßen alle an! Matteo’s Geburtstag, diese Minute.“ Mit großer Geste zieht er den Korken und schnuppert daran. „1978, bester Wein im Keller. Alle trinken auf Matteo!“, ruft er ins Lokal.

Marcello, der neue Lehrling, bringt das Tablett mit gefüllten Gläsern an die anderen Tische. „Wie gefällt es dir hier, Marcello?“ frage ich ihn, als er an uns vorbeigeht. Er strahlt: „Ist super!“

Der Dreiklang der Unternehmenskultur

Die Unternehmenskultur ist im Fall des beschriebenen Restaurants der Garant für den Erfolg.

  1. Man fühlt sich sofort wohl. Der Duft, die Herzlichkeit, die Zubereitung der Speisen, die vielen zufriedenen Gäste.
  2. Der Inhaber Matteo verkörpert die Werte Gastfreundschaft und Qualität glaubwürdig.
  3. Die Beschäftigten teilen Matteo’s Werte und „leben“ sie genauso ambitioniert wie ihr Chef.

Das ist der Dreiklang, von dem Kunden sich emotional angesprochen fühlen. Intuitiv merken sie, ob man nur ihr Geld will, oder ob Geben und Nehmen im kundenfreundlichen Verhältnis stehen.

Wenn Unternehmer ihre Haltung und Werte authentisch vermitteln und vorleben, können die Mitarbeiter sie teilen. Wer sie nicht teilen kann, hat die Möglichkeit zu gehen. Denn Wahlmöglichkeit entsteht aus Klarheit.

Fazit

Wenn Sie Probleme wie die oben beschriebenen haben, dann erkunden Sie einmal, was den Dreiklang Ihrer Unternehmenskultur stört.


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